Die Baugeldzinsen sind gesunken
Auch kann das 78 Milliarden Euro schwere Rettungspaket für
Portugals Ministerpräsident José Socrates dem Euro aktuell offenbar nichts
anhaben - der Kurs steigt und steigt und steigt. Umstritten bleibt die Rettung
dennoch. Die Financial Times und fordert Portugal auf, sich teilweise von
seinen Goldreserven (382 Tonnen) zu trennen, um das Schuldenproblem
einzudämmen. Doch das Gold lasse sich nur schwer zu Geld machen, dämpft das
Handelsblatt die Hoffnungen. Das Wall Street Journal sieht Kern- und
Peripherieländer im "unheilvollen Bündnis der Wirtschaften" weiter
auseinanderdriften. Und erwartet mit Blick auf eine Umschuldung Griechenlands
weiterhin Zoff im Euroland.
Weiterhin besteht am Markt Angst vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur und vor
weiter steigenden Zinsen in China und Indien. Diese Unsicherheit dazu geführt,
dass der Ölpreis gestern um fast sieben Prozent eingebrochen ist und Silber in
einer Woche rund ein Viertel an Wert verloren hat.
Unter diesen Hintergründen haben sich die Baugeldzinsen in
dieser Woche wieder verbillgt.
Der BUND-Future hat seinen Aufwärtstrend bestätigt, was für wieder fallende
Zinsen spricht. Er bewegt sich auf das letzte Hoch aus Mitte März zu, das vor
dem letzten Abwärtstrend bestanden hat, der zu den steigenden Zinsen geführt
hat. Sollte dieses Hoch durchbrochen werden, könnten weiter fallende Zinsen die
Folge sein.
Der Markt scheint sich daher aktuell eher wieder den Gefahren der
Weltwirtschaft zuzuwenden, als 'nur' ein Auge auf die steigende Inflation zu
haben. Aber dieses kann sich auch ganz schnell wieder umkehren.
Daher sichern Sie sich besser jetzt als später langfristig ihre Baufinanzierungszinsen und denken Sie über eine Zinsabsicherung für die Verlängerung nach. Die diversen Absicherungsmöglichkeiten über langfristige Zinsbindungen, Bausparverträge oder Konstant-Darlehen machen auf jeden Fall Sinn.


