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Die Baufinanzierung ist günstiger geworden

13.05.2011 10:30 von Tobias Exner

In dieser Woche haben weitere Banken die Konditionen für die Baufinanzierung gesenkt. Auch ist der BUND-Future als Richtungsweiser für die zukünftige generelle Zinsentwicklung weiter gestiegen, was fallende Zinsen zur Folge hat. Aber wie geht es weiter?

201119 ZinsenAus charttechnischer Sicht hat der BUND-Future den letzten Hochpunkt vom 25.02.11 nicht überwinden können und ist in den letzten beiden Tagen wieder ein wenig gefallen. Dieses könnte auf in der nächsten Woche wieder steigende Zinsen hindeuten, obwohl der Aufwärtstrend im Future seit dem 11.04.11 weiter intakt ist.

Weg von den charttechnischen Gesichtspunkten, hin zu den aktuellen Problemen, wie der Inflation.
Die Lebensmittelpreise haben die Inflation in den letzten Monaten in die Höhe getrieben, sowie auch steigende Preise für Energie. So verteuerte sich Heizöl um rund 27 Prozent, Benzin und Diesel um zwölf Prozent. Die Folge: In Deutschland verliert das Geld so schnell an Wert wie seit fast drei Jahren nicht mehr, die Verbraucherpreise haben sich seit April 2010 um 2,4 Prozent erhöht. Und die Inflation zieht noch weiter an. Professionelle Beobachter der Europäischen Zentralbank haben heute ihre Inflationsprognose für die Euro-Zone kräftig erhöht. Hatten sie für das laufende Jahr bisher mit 1,9 Prozent gerechnet, prophezeien sie jetzt einen Preisanstieg von 2,5 Prozent. EZB-Präsident Jean Claude Trichet ist alarmiert. Schließlich verfolgt die Bank das Ziel, die Inflation auf höchstens zwei Prozent zu begrenzen.

Das weitere große Problem: Griechenland. Standard & Poor's hat wegen der steigenden Gefahr einer Umschuldung die Kreditwürdigkeit für das hoch verschuldete Griechenland um zwei weitere Stufen von BB- auf B gesenkt - damit ist die Bonitätsnote nur noch zwei Stufen von einer Bewertung als "extrem spekulative" Anlage mit substanziellem Ausfallrisiko entfernt. Viele europäische Länder diskutieren über Bedingungen dafür, Griechenland abermals ein Hilfspaket zu schnüren. Nach Medienberichten soll das einen Umfang von bis zu 60 Milliarden Euro haben, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Im Gegenzug muss das hochverschuldete Land noch härtere Auflagen als bisher erfüllen.
Aber es gibt auch Stimmen, die für einen Austritt von Griechland aus dem EURO sprechen. Die Auswirkungen dieses Schrittes sind aber in keinster Weise abzuschätzen, da sich eventuell eine Kettenreaktion entwicklen und den ganzen EURO-Raum in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Die Zukunft des EURO-Raumes und der Wirtschaftsentwicklung ist also ungewisser denn je. Vor diesem Hintergrund sollten Sie die in dieser Woche erfolgten Zinssenkungen bei den Baugeldzinsen nutzen und sich ihren Baugeldzins langfristig sichern. Zudem macht eine Zinsabsicherung für die Vertragsverlängerung über einen Bausparvertrag Sinn, um auch in Zukunft keine Angst vor möglichen Zinssteigerungen haben zu müssen.

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