Die Baufinanzierung ist günstiger geworden
Aus charttechnischer Sicht hat der
BUND-Future den letzten Hochpunkt vom 25.02.11 nicht überwinden können
und ist in den letzten beiden Tagen wieder ein wenig gefallen. Dieses
könnte auf in der nächsten Woche wieder steigende Zinsen hindeuten,
obwohl der Aufwärtstrend im Future seit dem 11.04.11 weiter intakt ist.
Weg von den charttechnischen Gesichtspunkten, hin zu den aktuellen Problemen, wie der Inflation.
Die Lebensmittelpreise haben die Inflation in den letzten Monaten in die Höhe
getrieben, sowie auch steigende Preise für Energie. So verteuerte sich
Heizöl um rund 27 Prozent, Benzin und Diesel um zwölf Prozent. Die
Folge: In Deutschland verliert das Geld so schnell an Wert wie seit fast
drei Jahren nicht mehr, die Verbraucherpreise haben sich seit April
2010 um 2,4 Prozent erhöht. Und die Inflation zieht noch weiter an.
Professionelle Beobachter der Europäischen Zentralbank haben heute ihre
Inflationsprognose für die Euro-Zone kräftig erhöht. Hatten sie für das
laufende Jahr bisher mit 1,9 Prozent gerechnet, prophezeien sie jetzt
einen Preisanstieg von 2,5 Prozent. EZB-Präsident Jean Claude Trichet
ist alarmiert. Schließlich verfolgt die Bank das Ziel, die Inflation auf
höchstens zwei Prozent zu begrenzen.
Das weitere große Problem: Griechenland.
Standard & Poor's hat wegen der steigenden Gefahr einer Umschuldung die
Kreditwürdigkeit für das hoch verschuldete Griechenland um zwei weitere Stufen
von BB- auf B gesenkt - damit ist die Bonitätsnote nur noch zwei Stufen von
einer Bewertung als "extrem spekulative" Anlage mit substanziellem
Ausfallrisiko entfernt. Viele europäische Länder
diskutieren über Bedingungen dafür, Griechenland abermals ein Hilfspaket zu
schnüren. Nach Medienberichten soll das einen Umfang von bis zu 60 Milliarden
Euro haben, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Im Gegenzug muss das
hochverschuldete Land noch härtere Auflagen als bisher erfüllen.
Aber
es gibt auch Stimmen, die für einen Austritt von Griechland aus dem
EURO sprechen. Die Auswirkungen dieses Schrittes sind aber in keinster
Weise abzuschätzen, da sich eventuell eine Kettenreaktion entwicklen und
den ganzen EURO-Raum in Mitleidenschaft ziehen könnte.
Die Zukunft des EURO-Raumes und der Wirtschaftsentwicklung ist also ungewisser denn je. Vor diesem Hintergrund sollten Sie die in dieser Woche erfolgten Zinssenkungen bei den Baugeldzinsen nutzen und sich ihren Baugeldzins langfristig sichern. Zudem macht eine Zinsabsicherung für die Vertragsverlängerung über einen Bausparvertrag Sinn, um auch in Zukunft keine Angst vor möglichen Zinssteigerungen haben zu müssen.


